Familie Plus

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Familie plus bietet eine Bündelung von pädagogischen Hilfestellungen, bestehend aus Familien- und Gruppenbetreuung sowie schulischer Begleitung und Förderung. Die Arbeit mit Eltern kann in Form von umfänglicher Beratung und Unterstützung geleistet werden. Grundlage für eine gelingende Kooperation ist der Wille der Eltern bzw. Sorgeberechtigten sowie des Kindes/Jugendlichen zur Mitarbeit und die Bereitschaft, ihre Ressourcen zur Erreichung der angestrebten Ziele einzusetzen.

Im Hilfeplanverfahren mit dem Jugendamt werden Ziele, Arbeitsaufträge und der daraus resultierende durchschnittliche wöchentliche Betreuungsumfang sowie die voraussichtliche Dauer der Maßnahme vereinbart.

Familie Plus

Rechtsgrundlage:

Diese Betreuungsform ist eine Kombination aus Sozialpädagogischer Familienhilfe, Gruppenbetreuung und Schule für Erziehungshilfe. Grundlage des Leistungsan-gebots sind §§ 27 Abs. 2 und 35a Abs. 2 Nr. 1 SGB VIII mit der zentralen Ziel-setzung, das engere soziale Umfeld des Kindes oder des Jugendlichen mit einzubeziehen.

 

Zielgruppe:

Unser Angebot gilt grundsätzlich für Jungen und Mädchen ab 6 bis 14 Jahren und deren Familien, die in einer belasteten Situation leben, die familiären Beziehungen aber noch so tragfähig sind, dass ein Verbleib der Kinder und Jugendlichen in ihrer Familie mit entsprechender Hilfestellung möglich erscheint. Beim Ausbau des Angebotes wird eine Binnendifferenzierung in der Altersgruppe angestrebt. Voraussetzung ist der Besuch unserer heimeigenen Schule für Erziehungshilfe.

 

Ziele:

Die Ziele der Hilfe bestehen darin, durch intensive Arbeit mit den Eltern die Belastbarkeit der Familien zu steigern, so dass sie sich von Krisen erholen und die permanenten Herausforderungen des Lebens besser meistern können. Oberstes Ziel unserer Arbeit ist den Verbleib des Kindes/Jugendlichen in seiner Familie zu sichern und die Entwicklung und Aktivierung der Ressourcen aller Familienmitgliedern maximal zu fördern, um eine schnellstmögliche Rückführung in das soziale Umfeld und den Besuch einer Regelschule zu ermöglichen.
Dies beinhaltet insbesondere:

  • Erhalt und Entwicklung des familiären Lebenszusammenhangs, der Kommunikations- und Interaktionsmuster
  • Stärkung von Selbstwertgefühl, Sensibilität und Feinfühligkeit für die eigenen Bedürfnisse und die der anderen
  • Stärkung der Erziehungsfähigkeit - insbesondere Grenzsetzungsfähigkeit - der Eltern
  • Erweiterung der Alltags- und Handlungskompetenz der Eltern
  • Entwicklung von Konfliktlösungsstrategien
  • Unterstützung bei der Tagesstrukturierung und der Freizeitgestaltung
  • angemessene Förderung und Versorgung der Kinder
  • Sicherung der materiellen Lebensbedingungen
  • Entwicklung von Zukunftsperspektiven
  • Hilfestellung bei der Bewältigung von Krisensituationen
  • Integration in soziale Bezüge/Aufbau sozialer Netzwerke
  • Mobilisierung der erzieherischen Ressourcen der Eltern oder anderer Sorgeberechtigter
  • Überwindung oder Verminderung von Störungen und Defiziten im Bereich der emotionalen, psychosozialen, geistigen und körperlichen Entwicklung
  • Stabilisierung des familiären Umfelds
  • schulische Integration und Förderung, ggf. auch Vorbereitung und Anbahnung einer weiterführenden, beruflichen Maßnahme
  • Förderung der Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit
    soziale Integration ins Lebensumfeld
  • Förderung und Aufbau stabilisierender sozialer Beziehungen außerhalb des familiären Umfelds

 

Art der Betreuung:

Die Betreuung findet zum einen im Haushalt der Familie statt – als aufsuchende Hilfeform. Sie unterstützt (im Sinne von Fördern und Fordern) - unter Einbeziehung des sozialen Umfeldes - das gesamte System Familie. Dabei orientiert sie sich in erster Linie an den Interaktions- und Kommunikationsfähigkeiten und -formen der Familienmitglieder, an den Ressourcen der Familie und des sozialen Umfeldes. Die Arbeit mit der Familie beträgt in der Regel vier Stunden pro Woche.

Zum anderen erfährt das Kind während der Schulzeit an drei Tagen in der Woche nachmittags (Montag, Mittwoch, Freitag) die pädagogischen Förderungsmöglichkeiten einer Gruppenbetreuung. Hier geht es um die Strukturierung des Tagesablaufes sowie um soziales Lernen in der Gruppe.

Die schulische Begleitung und Förderung geschieht in der heimeigene Schule mit den Bildungsgängen Grundschule, Hauptschule, Realschule und Förderschule. Für die enge Zusammenarbeit mit der Schule ist die räumliche Nähe von großem Vorteil. Kontakte zwischen den Mitarbeitern von Familie plus und den Lehrern können bei Bedarf täglich stattfinden.

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